Volle Power für unseren Tourismus
Nach mehr als eineinhalb Jahren Vorbereitung bringt die Kärntner Landesregierung das neue Tourismusgesetz auf den Weg. Im Spiegelsaal in Klagenfurt wurden die Eckpunkte der umfassenden Reform präsentiert. Im Mittelpunkt stehen eine neue Organisationsstruktur, mehr Geld für die Infrastruktur und eine landesweit einheitliche Abgabe für Nächtigungsgäste.
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Tourismusreform
Nach mehr als eineinhalb Jahren Vorbereitung bringt die Kärntner Landesregierung das neue Tourismusgesetz auf den Weg. Im Spiegelsaal in Klagenfurt wurden die Eckpunkte der umfassenden Reform präsentiert. Im Mittelpunkt stehen eine neue Organisationsstruktur, mehr Geld für die Infrastruktur und eine landesweit einheitliche Abgabe für Nächtigungsgäste.
## OT Sebastian Schuschnig, Landesrat ##
Aktuell haben wir ein sehr komplexes System. Wir haben 125 Organisationseinheiten auf drei Ebenen. Künftig sind es nur noch neun große Tourismusverbände und die Kärnten Werbung. Das bedeutet ein effizienteres und sehr professionelles System, und künftig stehen uns mit der neuen Aufenthaltsabgabe von 4,50€ auch 20 Millionen mehr für Investitionen in das Gästeerlebnis zur Verfügung.
Doppelgleisigkeiten sollen damit wegfallen und Entscheidungen schneller getroffen werden können.
## Klaus Ehrenbrandtner, GF Kärnten Werbung ##
Es geht bei dieser Reform ja auch vor allem darum, Aufgaben zentral und effizient zu verteilen. Und ein zentraler Ansprechpartner für die internationalen Partner heißt, dass sie nicht mehrere Stellen haben, wo sie ihre Fragen und ihre Bedürfnisse deponieren können, sondern dass sie einen zentralen Ansprechpartner in der Kärnten Werbung haben und damit einen „One-Stop-Shop“.
Auch die touristischen Webseiten werden zusammengeführt, um die Reichweite zu erhöhen und Gäste gezielt zu lenken.
## Klaus Ehrenbrandtner, GF Kärnten Werbung ##
Also aktuell ist es so, dass wir ganz stark direkt an die Gäste herantreten und zukünftig soll es so sein, dass wir auch über Vertriebspartner, Reiseveranstalter, Reisebüros, Buchungsplattformen usw. diese Gäste ansprechen wollen. Wir sind die zentralen Ansprechpartner, es geht einfach darum, weitere Schienen zu nutzen, um Gäste nach Kärnten zu bringen.
In den Reformprozess waren rund 500 Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft und Gemeinden eingebunden. Auch die derzeitige Ortstaxe besteht bereits seit 20 Jahren unverändert – auch sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Reform.
## OT Sebastian Schuschnig, Landesrat ##
Die aktuelle Ortstaxe, der Höchstsatz wurde seit 20 Jahren nicht angepasst und damit hat natürlich aktuell immer der Spielraum gefehlt, um große Projekte voranbringen zu können. Das haben wir mit dieser Tourismusreform behoben und erwarten uns daraus natürlich, dass wir in Zukunft nicht nur nicht im Hintertreffen sind, sondern vorne dabei sind im Wettbewerb um die Gäste.
Mit der Reform will das Land den Tourismus langfristig absichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken. Das neue Tourismusgesetz wurde in der Regierungssitzung bereits beschlossen und gilt als eine der größten tourismuspolitischen Neuerungen der vergangenen Jahre.