Mit Volldampf in die Zukunft
Die Nebenbahnen brachten einst Wohnstand in die Regionen. Auch heute ist eine Anbindung an eine internationale Eisenbahnstrecke – wie die Koralmbahn – ein wesentlicher Standortvorteil. Das Land Kärnten hat sich daher entschlossen, den Verladebahnhof Kühnsdorf zu einem Logistikhub auszubauen.
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Was heute die Herzen vieler Eisenbahnnostalgiker höherschlagen lässt, brachte einst Wohlstand in die ländlichen Regionen: Die Nebenbahnen. Auch heute ist die Anbindung an internationale Eisenbahnstrecken, wie die Koralmbahn, ein wesentlicher Standortvorteil, den es zu Nutzen gilt. Was der bekannte Vike – die legendäre Diesellok der Vellachtalbahn mit dem wegweisenden Infrastrukturprojekt Verlandebahnhof Kühnsdorf des Landes Kärnten zu tun hat, erklärt euch LHStv Martin Gruber: „Ja, heute am Endbahnhof der Gurktalbahn, im wunderschönen Mittelkärnten, in der Nähe der Stadt Althofen, ist wirklich der Ausgangspunkt - auch einer sehr historischen Lokomotive - die verkehrt ist, zwischen Eisenkuppel und dem Verladebahnhof Kühnsdorf. Und das ist auch die Verbindung hin zu einem Verladebahnhof, der durch die Anbindung und durch ein neues Schleifengleis, an die Koralmbahn eine gesamte Region in den Mittelpunkt rückt und vor allem eines ermöglicht, nämlich, dass die Koralmbahn nicht einfach nur durch Kärnten durchfährt, sondern auch für Wertschöpfung in der Region sorgt. Und das war durchaus eine der Hauptgründe, natürlich und auch Notwendigkeiten der Koralmbahn, dass die Regionen auch an der Wertschöpfung - an der Wertschöpfungskette - teilhaben können und ich glaube, dass ist eine wunderschöne Verbindung, die wir mit dieser Lokomotive herstellen können.“
Das Land Kärnten und die Standortgemeinden werden 2,9 Millionen Euro in den Verladebahnhof Kühnsdorf investieren und dort eine Logistikdrehscheibe schaffen, die für wirtschaftlichen Aufschwung in den Regionen sorgt. Wie der Verladebahnhof ausschauen wird und welche Bedeutung er für den Südkärntner Raum haben wird, erörtert Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig: „Ja, die Koralmbahn bringt natürlich große Veränderungen für unser Bundesland mit sich. Aber es geht da nicht nur um den Personenverkehr. Auch der Güterverkehr verändert sich durch diese neue Jahrhundertstrecke natürlich zusehends. Und so war es natürlich ganz besonders wichtig, den Verladebahnhof in Kühnsdorf zu realisieren, der sich nahtlos, in das Logistikkonzept des Bundeslandes Kärnten einfügt und damit ein Netzwerk bildet. Gemeinsam mit dem Logistikstandort Villach Fürnitz wollen wir die gesamte Baltisch-Adriatische-Achse nutzen, um nicht nur den Verkehr durch unser Bundesland zu haben, sondern aus dem Güterverkehr auch entsprechende Wertschöpfung hier am Standort zu lukrieren. Das ist für den gesamten Wirtschaftsstandort entscheidend. Das ist für die Unternehmen entscheidend und eine attraktive Grundlage, um auch neue Unternehmen in unser Bundesland zu bekommen.“