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Leuchttürme für jede Kärntner Gemeinde

150 sogenannte Leuchttürme gibt es in Kärnten – zumindest einen in jeder Gemeinde. Warum sie ein wesentlicher Bestandteil des Katastrophenschutzes sind, erklärt euch LH Daniel Fellner. Bürgermeister Wolfram Ogris gibt euch einen Einblick in den Leuchtturm der Gemeinde Feistritz im Rosental.

Transkript:

LH Daniel Fellner, Katastrophenschutzreferent: „Wusstet ihr, dass wir in Kärnten in allen 132 Gemeinden Leuchttürme haben? 150 Stück gibt es in 132 Gemeinden davon. Was sind eigentlich Leuchttürme? Leuchttürme sind Anlaufstellen, wo die Bevölkerung hin kann, wenn einmal eine Krise herrscht – ein Blackout zum Beispiel. Und was haben wir als Land dafür getan, damit diese Leuchttürme entstehen können? Wir haben über 3,5 Millionen Euro dafür in die Hand genommen, dass ihr eine Anlaufstelle hat, wo ihr euch informieren könnt, wo medizinische Hilfe ist, wo man die Möglichkeit einer warmen Mahlzeit hat oder einen Tee im Winter bekommen kann. Das ist eure Anlaufstelle, nicht nur in Blackout, sondern in jeder Katastrophe. Deshalb kümmert euch drum. Schaut mal, wo bei euch der nächste Leuchtturm der Gemeinde ist."

Wolfram Ogris, Bürgermeister der Marktgemeinde Feistritz im Rosental, erklärt euch, wie ein Leuchtturm funktioniert:

„Der Leuchtturm der Marktgemeinde Feistritz im Rosental hat den großen Vorteil, weil wir hier zentral im Mehrzweckgebäude der Marktgemeinde Feistritz mehrere kritische Infrastrukturen abdecken können. Zum einen ist es die die Feuerwehr im Kellergeschoss, oben ist es die Gemeinde, die Polizei im ersten Stock und die örtliche Raiffeisenbank ist mehr oder weniger notstromversorgt im Leuchtturmgebäude abgedeckt. Weitere Geschichten haben wir optional. Das Kulturhaus ist auch noch notstromversorgt. Das heißt, wir können hier wirklich mehrere Personen unterbringen. Und im Kindergarten, der direkt angeschlossen ist an das Kulturhaus, haben wir die die Möglichkeit, sogar Kinderbetreuung und eine Kochstelle für mehre Personen zu betreiben.“

Wohin ihr euch wenden könnt und was genau im Leuchtturm gemacht wird, weiß der Bürgermeister:

Wolfram Ogris, Bürgermeister Feistritz im Rosental: „Die Gemeinde, die Marktgemeinde ist immer der erste Ansprechpartner, das heißt die Bevölkerung kommt zum Gemeindeamt. In der Nacht ist er sogar mit einer Leuchtballon beleuchtet. Das heißt, es ist vom weiten ersichtlich, hier ist Strom. Da haben wir die Chance, Informationen und Hilfe zu bekommen. Das heißt, die Bevölkerung geht dorthin mit ihren Anliegen und dort wird ihr dann weitergeholfen, sei es eine Kleinigkeit oder eine größere Geschichte.“

Analoger Feuerwehrfunk und richtiges Verhalten bei medizinischen Notfällen sind im Krisenfall essentiell:

Wolfgang Ogris, Bürgermeister Feistritz im Rosental: „Natürlich ist die erste Anlaufstelle die Gemeinde. Dann haben wir zwei Möglichkeiten. Einerseits die praktische Ärztin im Dorf oder im Ort, die für erste oder Akutphase Hilfe leisten kann Aber wir können natürlich über den analogen Feuerwehrfunk haben wir eine Verbindung nach Klagenfurt in den Landeskrisenstab und zur Rettung und können jederzeit Ärzte und Notfallmittel über den Feuerwehrfunk anfordern, aus Klagenfurt.