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10. September 2023

Expertentalk mit Klaus Robatsch

Vertreter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit

Vertreter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit

Transkript

Herzlich willkommen zum heutigen Expertentalk. Heute zu Gast haben wir Kaus Robatsch, er ist Vertreter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Herr Robatsch, in wenigen Tagen beginnt wieder die Schule. Der Schulweg ist immer ein heißes Thema, also die Schulwegsicherheit. Können Eltern hier vorsorgen, also können sie hier mit Kindern etwas machen, um eben die Kinder sicherer in die Schule zu bringen.

Ja, das ist ganz notwendig. Es ist wichtig, dass Eltern vorher schon mit den Kindern gemeinsam den Schulweg abgehen. Es ist auch wichtig, dass man nicht immer den kürzesten Weg sucht, sondern den sichersten Weg in die Schule. Und dass man mit den Kindern dann auch wirklich den Weg übt, wie verhält man sich an Kreuzungen, wie verhält man sich bei Ampelanlagen. Und hier ist eine ganz wichtige Maßnahme, nämlich üben, üben und nochmal üben.

Und das Zweite ist auch noch wichtig bei den Eltern, nämlich der Apell, man muss ein Vorbild sein. Und deshalb sich so verhalten, zum Beispiel nicht bei Rot über die Ampel gehen, auch bei einem Schutzweg oder bei einer Querung, dass man wirklich stehenbleibt, Blickkontakt mit dem Autofahrer aufnimmt, weil die Kinder schauen von den Erwachsenen natürlich ab, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten sollen. 

Gibt es besondere Gefahrenstellen, auf die man achten sollte?

Ja, es gibt besondere Stellen, auf die man besonders achten muss. Und das ist vor allem dort, wo hohe KFZ-Geschwindigkeiten sind. Wir dürfen nicht vergessen Kinder können Entfernungen, Kinder können Geschwindigkeiten noch nicht abschätzen und auch Gefahren nicht abschätzen. Und das müssen sie erst lernen und was auch noch gefährlich ist, dort wo zum Beispiel Hecken sind, wo größere Fahrzeuge dort stehen. Kinder sind viel kleiner, sie haben ganz andere Sichtfeld wie die Erwachsenen, das ist uns Erwachsenen oft gar nicht bewusst. Wir werden gesehen, wir sehen den Autofahrer, aber Kinder aufgrund ihrer Größe können nicht gesehen werden. Und das muss man natürlich genau mit den Kindern vorher auch üben und wirklich hinweisen. 

Komplett andere Wahrnehmung, ja. Eltern bringen ihre Kinder gerne mit dem Auto vor die Schule. Worauf sollten die Eltern hier achten beziehungsweise natürlich auch die Kinder?

Ja, das ist immer ganz wichtig, dass Kinder auch sich bewegen, dass Kinder mobil unterwegs sind. Wenn man jetzt mit dem Auto die Kinder in die Schule bringt, dann sollte man nicht die anderen Kinder gefährden. Nicht unbedingt jetzt genau vor der Schule dort parken, wo auch noch viele Kinder queren, die vom Bus kommen, von öffentlichen Verkehrsmitteln, und hier wirklich Rücksicht nehmen, vor allem auf andere Kinder. 

Scooter sind momentan ja sehr modern. Ist ein Scooter ein geeignetes Fortbewegungsmittel, um Kinder in die Schule zu bringen bzw .dass Kinder selbst damit in die Schule fahren? 

Ja also die normalen Scooter, da kann ja ab dem achten Lebensjahr damit unterwegs sein, so um in die Volksschule zu fahren auch später, das ist durchaus ein Fortbewegungsmittel, das auch Sinn macht. Aber natürlich dementsprechend langsam, Helm aufsetzen. E-Scooter darf man ja erst fahren ab dem 12. Lebensjahr bzw. dann, wenn man eine Radfahrprüfung absolviert hat ab dem neunten oder zehnten Lebensjahr. Hier muss man allerdings sagen, E-Scooter sind gefährlich, also hier muss man wirklich besonders aufpassen, weil man nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährden kann, vor allem Kinder. 

Danke, Klaus Robatsch, für diese Einblicke in die Verkehrssicherheit von Kindern, vor allem. Ihnen danke fürs Zusehen, ich würde mich freuen, wenn Sie auch das nächste Mal wieder dabei sind!

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