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4. Februar 2024

Expertentalk mit Markus Bliem

Leiter der Abteilung 15 - Standort, Raumordnung und Energie

Leiter der Abteilung 15 - Standort, Raumordnung und Energie

Transkript

Hallo und herzlich willkommen zum heutigen Expertentalk. Dieses Mal mit Markus Bliem. Er ist der Leiter der neu gegründeten Abteilung 15 im Amt der Kärntner Landesregierung und das seit 1. Februar. Herr Bliem, die neue Abteilung 15 - was genau ist die Aufgabe der Abteilung? Bzw. welche Themenbereiche umfasst diese Abteilung?

Ja, die Abteilung Standort, Raumordnung und Energie hat ein sehr breites Aufgabenspektrum und ich würde sagen, sie ist für viele wesentliche Handlungsfelder, Aufgabenbereiche des Wirtschafts- und Lebensraum Kärnten von zentraler Bedeutung. Die Aufgabenbereiche erstrecken sich einerseits vom Ausbau des Breitbandinternets, über das Thema Standortmarketing, über den Bereich der rechtlichen und fachlichen Raumordnung und -planung und vor allem auch der Bereich der Energie und Energieförderung. Also ein sehr, sehr breites Anwendungsfeld, mit unterschiedlichen Ausrichtungen, Herausforderungen und insofern eine sehr spannende Aufgabe.

Ein breites Spektrum, wie Sie gesagt haben. Der Umstieg auf erneuerbare Energie ist ein Thema, also das Thema der Zeit eigentlich. Welche Förderungen sind in Aussicht bzw. wie wird es weitergehen?

Ja, das Thema Umstieg vom fossilen auf erneuerbare Energie ist glaube ich eines der zentralen Themen unserer Zeit. Nicht zuletzt aufgrund der intensiven Bemühungen der Politik, auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene fossile Energieträger sozusagen rauszuwerfen aus unseren Häusern und erneuerbaren Energieträgern sozusgen die Zukunft zu geben, gibt es eine extrem attraktive Förderkulisse. Nicht nur auf Bundes-, auch Landesebene haben wir attraktive Förderung in dem Bereich, beispielsweise der PV-Anlagen, sowohl für die privaten als auch für den gewerblichen Bereich. Auch Speicher, also Photovoltaik-, Stromspeicher werden gefördert. Aber natürlich das große Thema, dass wir in Kärnten rund 50.000 Ölheizungen aus den Häusern raus müssen, abbauen müssen und durch Erneuerbare ersetzen. Das heißt Pellets, Biomasseanlagen bzw. auch Wärmepumpen, die hier gefördert werden. Auch in Kombination mit Solarthermie. Also eine sehr, sehr attraktive Förderkulisse. Ja, und auch der Aufruf, dementsprechend sozusagen auch das in Anspruch zu nehmen.

Ein weiteres Schlagwort ist Digitalisierung. Fällt auch in ihren Themenbereich bzw. Aufgabenbereich. Was kommt hier auf die Bevölkerung zu? Bzw. was kommt hier auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes Kärnten zu?

Ja, Digitalisierung hat ja keinen Selbstzweck. Digitalisierung ist, sag ich, ein Effizienz-, ein Zukunftsversprechen. Wir wollen Transparenz, Serviceangebote für die Menschen verbessern, rascher Entscheidungen herbeiführen, ich habe angesprochen Förderungen, vielleicht rascher Förderungen auch abwickeln und Auszahlungen tätigen. Auch wie gesagt, das Leistungsspektrum erhöhen. Und wesentlich ist einfach, dass man hier auch dem Menschen nicht nur gutes Angebot gibt, sondern auch möglichst viele Menschen auch das Angebot zur Verfügung stellt. Das heißt, auch jene in Zukunft, die nicht vielleicht über einen digitalen Kanal verfügen, kein Internet vielleicht haben, werden in Zukunf natürlich auch über die herkömmlichen Wege, sprich über Papier-Förderanträge auch natürlich mit dem Amt Landesregierung in Kontakt treten können.

Das heißt, Digitalisierung ist keine Gefahr, sondern die zwei Wege zum Amt oder zu den Ämtern, zu den Behörden bleiben weiter aufrecht?

Genau. Also Barrierefreiheit und auch Offenheit, was alle Kanäle anbelangt, ist ein wichtiges Credo. Es soll ja niemand ausgeschlossen werden. Man möchte für Menschen, auch für digital affine Menschen, einfach einen zusätzlichen Service bieten. Das heißt aber nicht, dass es nicht die Möglichkeit gibt, auf herkömmliche Art und Weise mit der Behörde in Kontakt zu treten, Angebote in Anspruch zu nehmen oder auch wie gesagt, Förderungen entsprechend abzugeben. Wichtig ist aber, glaube ich, dass man hier ein attraktives Angebot schafft für die Kommunikation mit der Behörde auf digitale Art und Weise. So könnten in Zukunft auch vielleicht auch viele Behördenwege für Bürger erspart bleiben, wenn man auf kurzem Wege per Email oder in einem Videocall zum Beispiel mit einem Sachbearbeiter in Kontakt tritt und hier auf kurzem Wege einfach Dinge bespricht und behandelt.

Wir gehen von der Arbeit in den privaten Bereich. Welche Hobbys haben Sie? Wo können Sie abschalten, nach den arbeitsreichen Tagen als Abteilungsleiter der neuen Abteilung?

Ja, ist ein sehr wichtiger Punkt. Ich versuche natürlich auch eine gute, ausgewogene Work-Life-Balance zu wahren. Abschalten natürlich gerne in der freien Natur. Ob es im eigenen Garten ist, mit dem Fahrrad durch die Landschaft zu fahren, im Winter Ski zu fahren. Ja, und ich versuche sozusagen als Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit zumindest ein-, zweimal in der Woche auch bewusst im Fitnessstudio sozusagen die Muskulatur zu stärken. Das ist so das, was ich mir zumindest vornehme.

Sie sind auch privat sehr aktiv, wie ich höre. Danke für die Einblicke in Ihre Arbeit als Abteilungsleiter der Abteilung 15. Ihnen danke ich fürs Zusehen. Ich würde mich freuen, wenn Sie auch das nächste Mal wieder dabei sind.

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