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25. Juni 2023

Expertinnentalk mit Jennifer Goritschnig

Österreichische Wasserrettung 

Österreichische Wasserrettung 

Transkript

Herzlich willkommen zum Expertinnentalk, heute mit Jennifer Goritschnig. Sie ist die Landessekretärin des Kärntner Landesverbandes der Österreichischen Wasserrettung und an der Einsatzstelle Keutschach tätig. Vor allem im Mai war es sehr verregnet. Mittlerweile sind die Temperaturen stark angestiegen. Dadurch füllen sich natürlich auch die Strandbäder. Was sind die häufigsten Einsätze, zu denen Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen gerufen werden?

Also, die häufigsten Einsätze sind auf jeden Fall die Sturmwarnung, weil das Wetter ja auch sehr schnell umschlagen kann. Wir haben aber auch viele Personensuchen oder Erste-Hilfe-Leistungen in den Strandbädern oder aber die Sturmwarnung sollten da vielleicht schon mal einen längeren Umweg geplant hat, dass man vielleicht zuerst auf den Himmel schaut oder in der App schaut, Wie schaut’s aus in den nächsten Stunden, dass man nicht in einen Sturm hineingerät.

Wenn wir eine Sturmwarnung erhalten, machen wir Ausfahrten mit unseren Booten. Und das erkennt man an dem orangen Licht. Wenn das eingeschalten ist, soll es für jeden Hinweis sein, dass sie so schnell wie möglich zurück zum Ufer kommen, damit wir die Personen suchen müssen und retten, retten, zurück ans Ufer retten müssen.

An dem man ins kühle Nass springt, um sich abzukühlen. Worauf sollte man achten?

Es ist ein gutes Stichwort, das Abkühlen. Das erste ist, wenn man von draußen kommt, aufgeheizt ist vom Sonnenbad oder von einer sportlichen Anstrengung, sollte man nicht direkt hineinspringen, sondern sich zuerst langsam an die Temperatur, an die Kälte vom Wasser gewöhnen. Weil es ist so, wenn man direkt ins Wasser springt, aufgeheizt, kann es passieren, dass der Körper mit einem Kreislaufkollaps reagiert. Und das kann wirklich lebensgefährlich werden. Weiters ist zu schauen, dass wenn man hineinspringt, ist es wohl tief genug, dass mich dabei nicht verletze und schauen, wo es hingeht. Wo kann ich springen? Und alle, die jetzt sagen “Na, springen ist eh nicht so meins”, die ja gern länger schwimmen, ist unser Rat, unbedingt eine Schwimmboje mitzunehmen. Da kann man sich, wenn man beispielsweise einen Krampf hat, gut ausrasten und den Krampf lösen während dem Schwimmen. Aber man ist für Boote, die herannahen, sichtbar oder wenn die hohen Wellen sind. Beim Sturm kann man sich leichter über Wasser halten und wir als Wasser Rettung sehen Diese Person aufgrund der Rutschen Boje. 

Das sind viele wertvolle Tipps. Wie ist es eigentlich mit Schwimmkurs? Die sind sehr viele Schwimmkurse in Kindergärten und Schulen abgesagt worden. Warum ist es so wichtig, dass Kinder schwimmen lernen?

Es ist enorm wichtig, dass die Kinder schwimmen lernen, weil die Ertrinkungsunfälle noch immer eine der häufigsten Todesursachen ist. Natürlich verlaufen Unfälle bei Kindern sind, und deshalb sollten die Kinder unbedingt. Vor allem in Kärnten haben wir sehr viele Gewässer. Aber auch die Pools im Garten sind ja großes Gefahrenpotenzial und einen Nichtschwimmer muss man ständig beaufsichtigen. Also den darf man nie aus den Augen lassen, weil das kann sehr schnell gehen und wir haben den Ansturm nach der Pandemie auf unsere Schwimmkurse extrem wahrgenommen. Wir haben sehr, sehr lange Wartelisten. Die können den ganzen Ansturm nicht wirklich abdecken. Aber es ist wichtig zu sagen, dass es mit einem Kinderschwimmkurs meistens nicht getan ist. Es ist total individuell, wie lang ein Kind braucht, bis es schwimmen kann. Aber wenn es einmal die Grundbedingung kommt, heißt es nicht, dass man aufhören kann. Das Kind kann Schwimmern, sondern bis es bis es zum sicheren Schwimmer wird, ist es viel Übung. Und da sind die Eltern gefragt, dass sie weiter mit den Kindern üben und schwimmen gehen.

Also viel Praxis ist notwendig. Bei der Wasserrettung ist man ehrenamtlich tätig. Wann kann man mit den ersten Rettungsschwimmer-Kursen anfangen? Bzw. ab welchen Alter kann man Mitglied der Österreichischen Wasserrettung werden?

Die ehrenamtliche Tätigkeit, das ist mir sehr wichtig zu betonen. Also alle unsere Mitglieder sind wirklich freiwillig in ihrer Freizeit für die Wasserrettung da und machen die ganzen Ausbildungen. Und so weiter. Man kann da was mit jeden Alter, zurzeit kommen die Rettungsschwimmerkurse starten mit dem Helfer ab dem 13. Lebensjahr. Die Jugendlichen sind dann tatsächlich schon voll im Vereinsleben integriert, können bei den Bäderdiensten im Strandbad schon dabei sein oder bei Einsätzen aushelfen. Aufbauend darauf kommt dann der Retterschein. Den kann man ab den 16. Lebensjahr machen und mit einer weiteren modularen Ausbildung kann man dann die Abschluss Abschluss Seminar Kraft machen und kann dann in unserer Spezialausbildung gehen. Zum Beispiel die Nautik, das Skifahren, das Tauchen in Wildwasserretten oder Einrichtung Schwimmlehrer melden Kann man sich bei jeder Einsatzstelle. Wir haben in Kärnten 23 Einsatzstellen an die verschiedensten Seen.

Wenn man am See ist einfach ein Mitglied von der Wasserleitung ansprechen. Die kennen sich meistens in Einsatzstelle am besten aus, wer da Ansprechpartner ist und sonst findet man alles auf unserer Homepage unter wie Schwerpunkt öfter minus Kärnten. Das sind unsere ganzen Einsatzstellen. Die angemeldeten Kurse von die Rettungsschwimmer Kurse bereits aufgelistet und wir freuen uns immer über Mitglieder, egal ob jung oder alt, weil ganz nach unser Motto, dass man jeden Schwimmer, jeden Nichtschwimmer zum Schwimmer machen und jeden Schwimmer zum Rettungsschwimmer.

Wir wünschen Ihnen, dass möglichst viele Leute sich melden. Danke Jennifer Goritschnig für die Einblicke in die Arbeit der Wasserrettung. Ihnen danke ich fürs Zusehen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und würde mich freuen, wenn Sie auch nächsten Sonntag wieder dabei sind.

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