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14. Jänner 2024

Expertinnentalk mit Nadja Kayali

Intendantin Carinthischer Sommer

Intendantin Carinthischer Sommer

Transkript

Hallo und herzlich willkommen zum heutigen Expertentalk. Dieses Mal haben wir Nadja Kayali zu Gast. Sie ist die neue Intendantin des Carinthischen Sommers. Sie kennen sie vielleicht vom Radiosender Ö1 oder vom Festival Imago Dei in Krems oder eben als Lektorin für Musikwissenschaft an der Universität Wien. Herzlich willkommen, Frau Kayali! Der Carinthische Sommer hat lange Tradition, ist eines der kulturellen Aushängeschilder in Kärnten. Was wird unter Ihnen als neue Intendantin neu im Carinthischen Sommer?

Ja, ich danke für die Einladung. Neu wird sehr vieles. Zunächst einmal werden wir das Festival verdichten. Wir werden es zeitlich verdichten, von 6. Juli bis 4. August. Wir werden es inhaltlich sehr schön dramaturgisch aufbauen, sodass die Dinge, die wir spielen, miteinander in einer engen Verbindung stehen. Und wir haben jeden Tag Programm, das wir hauptsächlich in und um sie auch präsentieren werden. Also, Sie sehen schon, es gibt neue Dinge, aber es gibt auch Dinge, die wir aufnehmen aus der Vergangenheit, neu. Und das ist wirklich eine große Neuigkeit. Wir haben ein Sommerfestivalorchester und dieses Festivalorchester wird das ORF-Radio-Sinfonieorchester Wien und darauf bin ich sehr stolz. Die Philharmoniker gehen nach Salzburg, die Symphoniker nach Bregenz und das RSO kommt zu uns nach Kärnten. Und unser Motto heißt “Persönlich” und auch das bringt einen frischen, neuen Wind hinein.

Die Jury musste sich unter 54 Bewerberinnen und Bewerbern entscheiden für Sie als Intendantin. Sie wurden unter anderem auch deshalb ausgewählt, weil Sie als “Gastgeberin des Festivals” fungieren wollen. Was verstehen Sie darunter? Welches Publikum wollen Sie speziell ansprechen?

Schauen Sie, Gastgeberin kann man ja eigentlich nur dort sein, wo man zu Hause ist. Und ich freue mich jetzt, dass ich schon einige Monate in Kärnten zu Hause bin. Und ich fühle mich hier wirklich sehr wohl. Und ich glaube, ich werde die Rolle der Gastgeberin gerne und mit Stolz auch ausführen und freue mich dann beim Carinthischen Sommer einerseits das Publikum, das uns schon seit Jahren die Treue hält, zu begrüßen. Neues Publikum aus Wien, aus Graz, aus den umgebenden Bereichen, aber auch neues Publikum aus Kärnten in Villach und auch sehr willkommen zu heißen Abend.

Kärnten hat sehr viele Kunst und Kulturveranstaltungen. Sehen Sie den Carinthischen Sommer hier als Konkurrenz oder sehen Sie auch irgendwo Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Festivals oder Veranstaltungen?

Ich freue mich, dass ich in einem Bundesland jetzt zu Hause bin, in dem die Kultur so einen großen Stellenwert hat und für mich kann’s gar nicht genug Kultur geben. Insofern habe ich natürlich von vornherein die Zusammenarbeit gesucht und ich freue mich, dass ich mit mehreren Festivals Kooperationen geschlossen habe für den diesjährigen Sommer.

Sie haben bereits erwähnt, dass Sie nach Kärnten gezogen sind. Was schätzen Sie hier besonders an Kärnten, an den Kärntnerinnen und Kärntnern vielleicht.

Es ist eine unglaublich offene Stimmung hier. Ich spüre sehr viel Sympathie, sehr viel Offenheit, sehr viel. Ja, es ist leicht in der Kommunikation, was mich unglaublich freut. Und ich muss auch sagen, ich schätze natürlich auch die Gegend, dass, wenn ich die Sonnenaufgänge sehe oder auch die Berge, das ist schon ein erhebendes Gefühl. Das kannte ich aus Wien so natürlich nicht.

Danke Nadja Kayali für diese Einblicke bzw. Ausblicke in das Programm und die Pläne für den Carinthischen Sommer. Ihnen danke fürs Zusehen. Ich würde mich freuen, wenn Sie auch das nächste Mal wieder dabei sind.

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