Tief verwurzelt in Kärnten
Der Wald ist Wasserspeicher, bindet CO2, bietet Schutz, ist Energielieferant, schafft Wohlbefinden und ist Existenzgrundlage. Die klimatischen Veränderungen in unseren Breiten setzten auch den heimischen Wäldern zu. Mit gezielten forstwirtschaftlichen Maßnahmen will das Land Kärnten den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum Wald sichern.
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Der Wald ist Wasserspeicher, bindet CO2, bietet Schutz, ist Energielieferant, schafft Wohlbefinden und ist Existenzgrundlage. Die klimatischen Veränderungen in unseren Breiten setzten auch den heimischen Wäldern zu. Mit gezielten forstwirtschaftlichen Maßnahmen will das Land Kärnten den Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum Wald sichern. Forstwirtschaftsreferent LHStv. Martin Gruber erörtert, welche Maßnahmen gesetzt werden um die heimischen Waldbestände resilienter gegen die Klimaveränderung zu machen.
LHStv. Martin Gruber, Forstreferent: Ja, Kärnten ist eines der waldreichsten Länder Österreichs. Mit 62 % der Landesfläche, die bewaldet ist, sorgt der Wald vor allem für sehr viel Wertschöpfung, Einkommen und vor allem Arbeitsplätze auch im ländlichen Raum. Aber der Wald ist quasi ein Wunder. Denn er schützt auch Infrastrukturen, filtert Wasser und bietet auch Erholungsraum. Und das ist etwas Wichtiges, auf das wir in Zukunft auch achtgeben müssen. Und ob der klimatischen Veränderungen, der Niederschlagsdefizite, Sturmereignisse oder auch Trockenheit muss man darauf Rücksicht nehmen in der Waldbewirtschaftung.“
Die Fichtenwälder prägten über Jahrzehnte das Landschaftsbild in Kärnten. Laub- und Mischwälder sind hingegen robuster gegen Klimaveränderungen. Für viele Waldbesitzer ist die Laubwaldbewirtschaftung noch ein Neuland. Auf den forstlichen Musterflächen des Landesforstdiensts können sich Waldbauern von den Vorteilen eines klimaresilienten Waldes überzeugen.
LHStv. Martin Gruber, Forstreferent: „Die Laubholzbewirtschaftung ist in Kärnten, ist im Alpenraum etwas, was wir nicht kennen. Wir haben einen Brotbaum und das ist die Fichte, der als Grundlage für viele industrielle Zwecke auch dient, nämlich von der Faserherstellung, Papier, bis hin auch als Konstruktions- und Bauholz in vielen Bereichen. Und Laubholz ist durchaus schwieriger zu bearbeiten und da muss man auch erst Expertise finden und diese Expertise erwerben. Und in der Bewirtschaftung selbst ist auch der Umgang mit Laubholz jetzt nicht so geübt und deshalb hat das Land Kärnten auch Beispielsflächen installiert mit Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern, mit Forstwirtinnen und Forstwirten, um auch die unterschiedlichen Baumarten standortangepasst zu bewirtschaften und auch zu überprüfen, wer mit den Voraussetzungen vor Ort am besten umgehen kann, um schlussendlich dann in weiterer Folge auch Holz zu produzieren, das dann industriell weiterverarbeitet werden kann. Und da unterstützen wir auch die Forstwirtinnen und Forstwirte bei ihrem Tun, um einem klimafitten Wald näher zu kommen und die Bestände auch zu mischen, damit sie auf die großen Herausforderungen besser reagieren können.“