Megastraßenbauprojekt auf Schiene

Neue Autostraßen, neue Radwege und Fußwege: Für die Koralmbahn mussten auch zahlreiche Straßen verlegt und rund 200 Brücken und Unterführungen gebaut werden. Warum Ihr alle davon profitiert – egal ob Ihr im Auto, mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs seid – seht Ihr auf kärnten.tv

Transkript:

Am 14. Dezember geht die Koralmbahn offiziell in Betrieb. Doch mit der Mega-Bahntrasse alleine ist es nicht getan: Um die Hochleistungsbahn zwischen Klagenfurt und Graz auf Schiene zu bringen, musste auch das Kärntner Straßen- und Radwegenetz umfangreich adaptiert werden: Wie aufwendig diese Planungen und Baumaßnahmen waren und warum wir alle davon profitieren, berichtet euch Volker Bidmon. Er ist Abteilungsleiter für Straßen- und Brückenbau beim Land Kärnten:

Volker Bidmon: „Die Erreichbarkeit für Südkärnten ist dadurch eine bessere geworden. Auch die Straßenqualität ist besser geworden. Wir haben dann in diesem Zusammenhang auch die Umfahrung Ruden neu geschaffen - also in den Südkettenraum. Wir versuchen jetzt, die Radwegsituation zusätzlich zum R1, zusätzlich zu den bestehenden Radwegverbindungen neu zu evaluieren und neu zu schaffen. Wir haben ja mit der Region gerade den Radmasterplan Südkärnten neu aufgesetzt und da ist zum Beispiel die alte Eisenbahnbrücke bei Grafenstein ein Leuchtturmprojekt. Ein Teil des Projektes, wo wir den Zentralraum Kärnten-Klagenfurt nach Südkärnten mit einer Radwegverbindung neu entwickeln wollen, also viele Vorteile, eigentlich auch verkehrstechnisch, nicht nur für den Autoverkehr, nicht nur, auch für den Fußgänger - und Radverkehr. Also da wurden wirklich viele Maßnahmen und Initiativen gesetzt.“

Das spektakulärste Straßenbauprojekt rund um die Koralmbahn ist die Draubrücke bei Lippitzbach. Sie ist nicht nur ein wichtiges Infrastrukturprojekt, sondern zählt auch zu den höchsten Landesstraßenbrücken Österreichs.

Volker Bidmon: „Die Jörg-Haider-Brücke war und ist deswegen ein Projekt und ein Teil der Koralmstrecke, weil einerseits haben wir mit der Umfahrung Ruden eine leistungsfähige Verbindung von der Ausschlussstelle Griffen, von der Autobahn A2 in Richtung Bleiburg geschaffen und ja, sie ist mit 450 Meter Länge und 100 Meter Höhe gehört sie zu den längsten Landesstraßenbrücken Österreichs.“

Auch wenn die Koralmbahn bald in Betrieb gehen wird, hören die Planungsarbeiten nicht auf: Im Fokus steht nun die „alte Bahntrasse“ und deren Nutzbarmachung für die Region.

Volker Bidmon :„Wir haben jetzt die alte Koralmbahn, also die frei gewordene Streckentrasse, übernommen. Circa 30 Kilometer Strecke, die wir jetzt mit der Region gemeinsam entwickeln, und auch das ist eine Riesenchance für den Südkärntner Raum - touristisch auch, aber auch für den örtlichen Bewohner, weil er dann diese Radweg- und Fußwegverbindungen besser nutzen kann.“